Kolumne: Die Verantwortung

In ihrer neuen Kolumne erzählt Charlotte von Verantwortung, der persönlichen und allgemeinen, und dass man sich dieser stellen sollte.

Meine und unsere Verantwortung

Eine Kolumne von Charlotte Sebald

Ich habe, wie jeder andere auch Verantwortung. Bei der Verantwortung ist es so, dass man mal mehr mal weniger entscheiden kann, ob und wie man diese wahrnimmt.
Natürlich trägt nicht jeder Mensch gleich viel Verantwortung. Das hängt vom Alter, vom Beruf, vom Umfeld, von der Bildung aber vor allem vom Bewussein ab. Es ist klar, dass ich, oder wir in unseren Schulen, Vereinen, Gemeinden oder in unserem Beruf nicht so viel Verantwortung tragen wie die meisten (männlichen) Politiker im Bundestag. Doch sobald man für sich selber beschließt, dass man (viel) Verantwortung trägt, wird man förmlich zum handeln gezwungen.
Denn wer Verantwortung trägt, kann nicht daneben stehen und zuschauen während andere wichtige Entscheidungen fällen.

So ist es auch bei mir. Viele Leute sagen über mich, ich hätte ein besonders ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein.Ich weiß nicht ob das stimmt. Vielleicht ist es auch nur ein extremer Wissensdurst. Aber ich kann doch nicht so viel Wissen besitzen und dann meine privilegierten Verhältnisse nicht nutzen.

Es gibt für mich zwei sehr wichtige Zitate:

und:

Diese Zitate von Luisa Neubauer und Edmund Burke beschreiben haargenau meine Gedanken. Denn es wäre so fatal sich wegen zu „jungem Alter“, blinder Zuversicht oder ähnlichen Ausreden aus der Verantwortung herauszureden.

Man spricht oft von sogenannten „Aha Momenten“ indem man plötzlich verstanden hat, dass man etwas tun muss. Bei mir gab es diesen einen Moment nicht.
Ich hatte mir nur über ein halbes Jahr lang so viele Zahlen und Fakten in meinem Notizbuch geschrieben, dass ich für meinen „Seelenfrieden“ und für den Erhalt von Hoffnung und den Kampf gegen Ohnmacht einfach nicht mehr anders konnte als zu handeln und mir eine große Portion Verantwortung aufzuladen.
Das war insofern eine freiwillige Entscheidung doch zumindest, im Bezug auf die Klimakrise hat jeder ob er will oder nicht Verantwortung. Ob man aus Bequemlichkeit doch Auto anstatt Fahrrad fährt, zuhause eine „fossile“ Heizung hat oder mehrmals im Jahr in den Urlaub fliegt.
Diese Verantwortung dann wahrzunehmen ist für jeden eine ganz persönliche Entscheidung und auch wie viel Wert man darauf legt. So kann jeder entscheiden wie viele Portionen Verantwortung er „sich abholt“.
Ich hatte mir also eine große Portion aufgeladen und begann: Ich bin auf meine Demonstrationen gegangen, bin seit kurzem bei Fridays For Future, redete, überzeugte und diskutierte viel.

Und bei diesem „machen“ und los legen entstand so viel Hoffnung, dass ich doch etwas bewegen könnte!

Liebe:r Leser:in, erkenne dich selbst, erkenne deine Verantwortung und vor allem erkenne was du damit bewirken kannst!


Das war der erste Teil der neuen Kolumne von Charlotte Sebald, die hier inspirierende Texte und ihre Gedanken zu gesellschaftlicher Verantwortung, der Klimakatastrophe und der Welt allgemein teilt.



Wenn du jetzt Lust hast dich auch zu engagieren und organisiert gegen die Klimakatastrophe zu kämpfen, dann schreib uns, zum Beispiel auf Instagram, und komm zu unseren Plena, wir freuen uns auf dich! 🤍


Schreibe einen Kommentar